Übersicht wissenschaftlicher Studien, die den Zusammenhang zwischen
Sensomotorik und schulischen Lernschwierigkeiten oder die Auswirkungen
von Programmen zur Reflexintegration untersuchen:
2010- 2012 Hessisches Kultusministerium
Die wissenschaftlich begleitete Studie des Hessischen Kultusministeriums (Projekt Schnecke- Bildung braucht Gesundheit) belegt:
Regelmäßiges Gleichgewichtstraining im Schulalltag verschafft messbare schulische Lernerfolge in Deutsch und Mathematik, steigert die Lernfreude und verbessert das Klassenklima.
Eine Zusammenfassung der Studie: Projekt Schnecke- Bildung kommt ins Gleichgewicht finden Sie hier.
2011 Ruhruniversität Bochum
Diese Studie beschäftigte sich unter anderem mit der Untersuchung, ob Restreaktionen des frühkindlichen Asymmetrischen Tonischen Nackenreflexes (ATNR) bei Kindern mit LRS häufiger auftreten als bei Vergleichskindern. Des Weiteren wurde untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen dem ATNR, der motorischen Leistungen und Leistungen in der Blickbewegungssteuerung gibt.
Es zeigte sich ein Zusammenhang zwischen Blickbewegungsfähigkeit und der Lese- und Rechtschreibleistung. Kindern, die Defizite im Lesen und Schreiben aufwiesen, fällt es schwerer, einen bestimmten Gegenstand flüssig mit ihren Augen zu verfolgen. Darüber hinaus erreichen Kinder mit stärkeren ATNR-Restreaktionen signifikant niedrigere Werte im Motoriktest und zeigen größere Defizite in der Blickbewegungssteuerung. Des Weiteren zeigt sich im Gruppenvergleich, dass die Kinder der LRS- Gruppe signifikant stärkere ATNR- Restreaktionen zeigen als Kinder der Vergleichsgruppe.
Eine Zusammenfassung der Studie zur Lese- Rechtschreibstörung finden Sie hier.